Der Hypnotist
Der Hypnotist

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Der Hypnotist

             

 

Spiegelsex

 

 

Der ehemalige Hypnotherapeut Otto Renansen ordnete nach seiner Scheidung sein Leben neu und gründete eine Firma für hypno-tisches Erfolgs- und Selbstmanagement. 

 

Verwirrende Aufträge konfrontieren ihn mit den Sehnsüchten nach Liebe und Sex, Ängsten und Schuldgefühlen seiner Kunden.

 

Gerade hat er seine eigene Bindungscheu überwunden und geheiratet, da wird er mit den sexuellen Problemen seiner Kunden und deren Perversionen konfrontiert.

 

 

**************

 

Ein voller Erfolg

 

„Guten Tag, Frau Herr, guten Tag Herr Renansen! Ich bin eigentlich nur gekommen, um mich zu bedanken. Ich glaube, ich habe mein Problem gelöst.“

„Aber bitte, Herr Dr. Steiner, nehmen Sie doch Platz zu einem unverbindlichen Gespräch. Wir sind doch gespannt, wie Sie ihr Problem gelöst haben!“

„Na, gut!“

Sie betreten gemeinsam das Zimmer des Hypnotisten und nehmen Platz.

„Vielleicht sollten wir das bei einer gemütlichen Tasse Tee besprechen?“ schlägt Susanne Herr vor.

„Das ist eine gute Idee!“ meint Otto Renansen und Dr. Steiner nickt zustimmend.

Die beiden Männer reden vom Verkehr, durch den der Besucher sich hat durchkämpfen müssen, bis die Tür aufgeht und Susanne Herr mit einem Tablett mit Geschirr, Tee, Zucker, Milch und Zitrone den Raum betritt.

Die beiden Männer springen auf und helfen ihr, den gläsernen Couchtisch zu decken.

„Ich hoffe, ich habe nichts verpasst!“ eröffnet sie das Gespräch.

„Nein, Frau Herr, wir haben nur vom Verkehr hierher gesprochen.

Sie lacht: „Das war wohl die passende Vorbereitung auf unser Thema!“

Alle drei lachen.

„Also, Herr Renansen, ihr Tipp vom letzten Mal war Gold wert! Ich habe es ganz genauso gemacht, wie Sie es vorgeschlagen haben.

Meine Freundin war überrascht, als ich meine Wünsche geäußert habe. Aber dann ist sie mit Feuereifer ans Werk gegangen. Wenn ich das so sagen darf?!

Und, wie soll ich sagen? Es ist dann problemlos alles abgelaufen.

Ich war beim ersten Mal, muss ich gestehen, noch etwas unsicher. Doch ist alles glatt gegangen.

Beim nächsten Mal war es noch schöner und hat uns beiden sehr gut gefallen.

So mutig geworden, habe ich mir gedacht, ich müsste noch weiter gehen und nicht nur von ihr verlangen, etwas für mich zu tun. Ich entschloss mich, mir einfach das zu holen, was ich mir holen wollte. Ohne meine Freundin groß zu fragen.

Sie war darüber schon überrascht, da sie das von mir ja nicht kannte. Aber dann hat sie das doch sehr erregt und wir hatten wieder einen schönen Erfolg. 

Und das Beste: Ich habe ihr gar nichts von meinen Problemen erzählen brauchen! Denn wir haben jetzt die freie Wahl dabei, was wir miteinander machen wollen.

Mehr gibt es eigentlich nicht zu erzählen.“

 

 

 

Die Bestrafung

 

Susanne ist ganz entzückt von dem schwangeren Bauch der Besucherin.

„Wann ist es denn so weit, Frau Winter?“

„In sechs Wochen soll der Termin sein, aber das ist ja immer nicht so genau vorauszusagen.“

„Und wie fühlen Sie sich?“

„Prima! Einfach prima. Nur der dicke Bauch behindert mich. Ich bin schrecklich unbeweglich geworden und mir geht immer die Luft aus. Aber der Arzt hat gesagt, alles ist in Ordnung.

Ich habe auch schon alle Babysachen gekauft.“

„Rosa oder blau?“ 

„Rosa!“

Er kommt nicht mit und frägt: „Entschuldigung! Was ist mit rosa?“

Die beiden Frauen lächeln.

„Otto, es ist ein Mädchen. Mädchen bekommen rosa Kinder-sachen.“

„Ok! Ok! Und wünschen Sie sich ein Mädchen, Frau Winter?“

„Ich wünsche mir vor allem ein gesundes Kind! Ein Mädchen ist mir genauso lieb wie ein Bub.“

Sie wechseln in sein Zimmer.

„Und, Frau Winter, wie sieht es bei Ihnen aus?“

„Gut, Herr Renansen! Ich fühle mich wohl und freue mich auf mein Kind. Mit meinem Mann vertrage ich mich gut. Wir haben sogar gelegentlich wieder Sex miteinander.

Er will, daß ich wieder zu ihm ziehe. Aber ich habe ihm gesagt, daß ich das nicht tue. Daß ich keine Entscheidung treffen werde, bis das Kind da ist.“

„Und wie sieht es in der Beziehung zu Ihrem Rolf aus?“

„Das ist nicht mehr mein Rolf! Den habe ich abgeschrieben. Seit unserer Aussprache, als ich ihm erklärt habe, daß ich schwanger sei, haben wir nur zweimal mit einander telefoniert. Beide Male habe ich ihn um praktische Unterstützung bei meinem Umzug gebeten. Beide Male hat er Ausreden gebraucht und ist nicht ge-kommen.

Mein Mann, der doch wirklich Grund zum Ärger hatte, ist jedes Mal sofort gekommen und hat geholfen. Er hat mir auch sonst geholfen, immer wenn ich ihn brauchte. Und auch so hat er mir Dinge abgenommen, die mir wegen der Schwangerschaft schwer fielen.

Wilhelm hat gewusst, daß ich heute einen Termin bei Ihnen hatte. Und er hat mir so eine Art von Heiratsantrag gemacht.

Er meinte, er würde sich freuen, wenn ich wieder zu ihm zurück-käme, ganz gleich, wer der Vater des Kindes sei.

Wenn ich zurück zu ihm käme, würde er auch, wenn ich dies wünschen würde, das Kind als ehelich anerkennen.

Aber er würde auch akzeptieren, wenn ich nicht mehr zurück-kommen wolle. Wir könnten dann weiter beruflich zusammen-arbeiten, wie bisher.

Ich fand das sehr großzügig und großherzig.

Ich habe ihm für seine Haltung gedankt. Aber ich habe ihm auch gesagt, daß ich vor der Geburt der Kleinen keine Entscheidung fällen werde. 

Und außerdem nur im Einklang mit meinem Unbewussten.

Und wenn ich das Verhalten meines Mannes mit dem Verhalten von Rolf vergleiche, kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, warum ich mich jemals in den verlieben konnte.“

„Ja, Ihr Mann ist offensichtlich ein ganz anderes menschliches Kaliber, als ihr Rolf!“

„Er ist nicht mehr mein Rolf! Mit ihm bin ich fertig, selbst wenn er der Vater meines Kindes sein sollte.

Mir graust schon davor, wenn er es ist!“

„Und, Frau Winter, was wünschen Sie von mir? Wobei kann ich Ihnen behilflich sein?“

„Ich möchte gerne noch mehr Klarheit gewinnen. Darüber, wie es mit mir und meinem Kind weitergehen soll.“

„Dann schlage ich Ihnen vor, wieder auf Ihre Zauberwiese zu gehen und die Weise Frau aufzusuchen.“

Rosa Winter nickt, setzt sich bequemer und begibt sich auf den Weg in ihre Selbsthypnose.

„Ich bin jetzt da. Ich bin bei der Weisen Frau.“

„Und was möchten Sie gerne tun?“

„Sie fragen, ob ich auf dem richtigen Weg bin.“

„Ok!“

„Sie meint, ich mache meine Sache gut. Auch, daß ich wieder mit meinem Mann schlafe, sei gut.“

„Fragen Sie doch einfach um den Rat der Weisen!“

„Sie meint, ich solle in meiner Wohnung bleiben, bis ich mich ausreichend von meinem Vater abgelöst habe. Dann sei ich frei und könne entscheiden, ob ich mit Wilhelm weiter zusammen leben wolle.“

„Bitte, fragen Sie, was Ihnen helfen kann, sich mehr von Ihrem Vater abzulösen.“

„Sie sagt, ich hätte den Schwur zurückgenommen und damit meinem Vater die Freiheit gegeben. Das habe auch mich frei gemacht.

Aber ich könne diese Freiheit noch nicht nutzen, da ich zu sehr mit meinem Hass an ihn gebunden sei. Und wenn ich zurück zu meinem Mann gehen würde, würde ich diesen Hass mitnehmen. Auch auf andere Männer.“

„Bitte, fragen Sie, wie die Lösung aussehen könnte!“

„Ich müsse ihm verzeihen.“

„Und, können Sie das?“

„Theoretisch, so vom Verstand her, ja. Aber gefühlsmäßig würde das mir sehr schwer fallen. Vor allem, wenn ich daran denke, wie sehr er mich enttäuscht hat und wie er meine Mutter behandelt hat.“

„Dann fragen sie doch die Weise Frau, unter welchen Umständen Sie Ihrem Vater verzeihen können!“

„Sie sagt, ich müsse ihn strafen.“

„Fragen Sie bitte, wie das vor sich gehen soll!“

„Ich soll ihn verprügeln. Mit dem Stock, mit der er Mutter immer geschlagen hat.“

„Dann tun Sie es! Jetzt!“

Während die Schwangere in ihrer Hypnose ruhig sitzen bleibt, sieht er schnell über das Gesicht huschende, winzige Bewegungen. Es dauert lange, bis sie sich wieder meldet.

„Ich habe ihn so richtig durchgehauen, damit er einmal spürt, was er Mutter angetan hat. Schließlich hat er um Gnade gewinselt. Aber ich habe ihn weiter verdroschen, denn er hat nie aufgehört, wenn Mutter ihn angefleht hat, mit dem Schlagen aufzuhören. Er hat immer erst aufgehört, wenn er seine ganze Wut abgelassen hatte.

Aber ich glaube, jetzt reicht es erst einmal! Aber wie er mit mir umgegangen ist, das braucht auch eine Strafe.“

„Fragen Sie wieder die Weise Frau, welche Strafe angemessen ist!“

„Sie meint, er habe immer befehlen wollen. Deshalb solle er mir als Sklave dienen und scheußliche Arbeiten verrichten.

Ich weiß auch schon, was er machen soll. Er muss mit einer Wurzelbürste den Hof fegen. Und zwar nackt und auf den Knien. Und die Leute lachen ihn dabei aus.

Ja, das tut gut! Das ist eine gerechte Strafe!“

Nach einiger Zeit: „Da ist ein großer schwarzer Hund gekommen und hat ihn angepisst. Das war gut! Ich habe ihm gesagt, er soll weitermachen. Jetzt stinkt er auch noch nach Hundepisse, wo er doch immer so etepetete war!

Jetzt spritze ich ihn noch mit kaltem Wasser aus dem Schlauch ab. Dann reicht’s!“

„Können Sie ihm jetzt verzeihen?“

„Nein, erst wenn er sich bei Mutter und mir entschuldigt hat!

Wissen Sie was, ich lasse ihn solange nass und in der Kälte nackt stehen, bis er sich entschuldigt. Und wenn er dabei verreckt!“

„Gut, warten Sie ab, bis daß er es tut! Wenn er sich immer noch nicht entschuldigen will, fragen Sie erneut Ihre Weise Frau!“ 

Es vergeht noch einige Zeit, bis die Entschuldigung des Vaters kommt. Sofort interveniert er.

„Und jetzt ist es auch Zeit, daß Sie Ihrem Vater verzeihen. Geht das?“

Sie nickt.

„Treten Sie vor ihn und schauen Sie ihm in die Augen! Ruhig und fest. 

Und sagen Sie ihm: „Vater, Du hast vieles falsch gemacht. Jetzt hast Du Deine Strafe erhalten. Deshalb kann ich Dir jetzt verzeihen. Ich verzeihe Dir!“

Wenn Sie das gemacht haben, sagen Sie mir bitte Bescheid!“

„Ich hab’s gemacht.“

„Gut! Und jetzt treten Sie noch einmal vor ihn und sagen Sie: „Papa ich bitte Dich um den Segen für das Kind, daß ich unter meinem Herzen trage. Es ist Deine Enkelin und dann sagen Sie ihm den Namen des Kindes!“

Immer noch sitzt die Schwangere unbeweglich in ihrem Sessel. Aber jetzt laufen ihr die Tränen stumm über das Gesicht.

Sie zieht die Feuchtigkeit in der Nase nach oben und er reicht ihr ein Papiertaschentuch. Sie schnäuzt sich umständlich.

 

 

 

Eine schwierige Lösung

 

Es hat lange gedauert. Mindestens acht Wochen. Aber jetzt hat Siegfried Mirka angerufen und um einen Termin gebeten.

Susanne hat ihm schon einen Platz in seinem Zimmer angewiesen und ihm einen Kaffee gekocht.

Er ist gerade von einem Spaziergang durch den Günthersburgpark zurück. Er liebt diesen Park, in dem er schon als Kind gespielt hat, weil sein Elternhaus direkt am Park stand. Nur durch die Straße und eine hohe Steinmauer abgetrennt.

Auch heute, nach so vielen Jahren, geht er immer, wenn ihm danach ist, in dem Park spazieren. Immer, wenn er über etwas nachdenken möchte oder um sich zu erholen und Ruhe zu finden.

Es war nichts Besonders gewesen, er hatte nur zwei Stunden frei gehabt und war losmarschiert. Susanne hatte das Telefon bewacht und Schreibarbeiten erledigt.

Er begrüßt Siegfried Mirka, der deutlich besser aussieht als vor Wochen.

„Ich freue mich, Herr Mirka, daß Sie wiedergekommen sind! Sind Sie heute bereit, die Wahrheit von Ihrer Weisen Frau zu erfahren? Oder hat Ihr Besuch einen anderen Grund?“

„Nein, nein! Ich möchte jetzt die Wahrheit erfahren. Mir geht es besser, da kann ich sie sicher vertragen.“

„Sie wissen, die Wahrheit ist manchmal schmerzhaft, aber sie heilt auch.“

Nicken.

Er setzt sich. 

„Sie kennen das ja schon. Gehen Sie bitte in Hypnose und auf Ihre Zauberwiese! Wenn Sie bei Ihrer Weisen Frau sind, sagen Sie mir bitte Bescheid!“

„Ich bin da.“

„Bitten Sie die Weise Frau, Ihnen zu sagen, was der Grund für Ihre heutigen Probleme sind und warum Sie einen Zwang verspüren, Frauen glücklich zu machen und immer fremdgehen, obwohl das Ihre Familie zerstört!“

„Sie sagt, meine Wut auf die Wirklichkeit!“

„Welche Wirklichkeit?“

„Die Wirklichkeit und Wahrheit, daß meine Mutter mich nie geliebt hat!“

Er sieht, daß der Mann vor ihm bleich geworden ist und sich an den beiden Sessellehnen festkrallt. Die Knöchel beider Fäuste werden ganz weiß.

Ein dumpfes Stöhnen dringt aus seiner Brust. Aber er behält die Fassung. 

Er ist erleichtert darüber.

Siegfried Mirka weint nicht. Er ist tapfer.

„Ich habe es eigentlich immer schon gewusst, aber nicht wahrhaben wollen, daß sie mich nie geliebt hat. Ich war halt nur der Sohn meines Säufer Vaters. Und ich bin vor der Ehe gezeugt worden. Das war mein Pech!“

„So etwas zu erkennen, ist sehr schmerzhaft, Herr Mirka! Wie sind Sie mit dem Schmerz umgegangen?“

„Ich glaube, ich habe zwei Dinge gemacht. Zum einen habe ich es einfach nicht wahr haben wollen und nicht daran denken wollen. 

Zum anderen habe ich verzweifelt um die Liebe meiner Mutter gekämpft. 

Als dann der andere Mann in unsere Familie kam und seine Elisabeth mitbrachte, musste ich mitansehen, daß meine Mutter die lieb hatte. Nur mich nicht!

Der Gipfel war erreicht, als sie mich nach der Lehre aus dem Haus geworfen haben.

Die anderen schrecklichen Erlebnisse mit der Nutte und mit meiner Verlobten haben dann in die gleiche Kerbe geschlagen. Niemand wollte mich. Niemand wollte mich lieben. 

Als ich dann viel später herausbekam, daß ich ein guter Liebhaber war und die Frauen mich im Bett haben wollten, habe ich, glaube ich, mir damit bestätigt, daß ich liebenswert bin. Denn die Frauen mochten mich. Wenigstens eine Zeit lang.“

„Das war, als Sie noch ein Junggeselle waren. Was glauben Sie, hat Sie dazu bewogen, obwohl Sie doch glücklich verheiratet waren, weiter fremdzugehen?“

„Einmal wohl, weil die Schwiegermutter mich nicht mochte. Das hat mich immer an meine Mutter erinnert. Aber das kann nicht der Hauptgrund gewesen sein. Ich weiß es nicht!“

„Fragen Sie bitte Ihre Weise Frau!“

„Sie sagt, die Rache!“

„Verstehen Sie das?“

„Nein!“

„Fragen Sie bitte noch einmal nach!“

„Sie sagt, die Selbstbestätigung über die Frauen war wichtig. Aber wichtiger war die Rache an der Mutter. 

Ich hätte die Mutter ins Unrecht setzen wollen. Ihr beweisen wollen, welch schlechte Mutter und Mensch sie gewesen sei. Dazu hätte ich die Frauen missbraucht.

Hinter meinem Zwang hätte Rachsucht gestanden. Wenn die Frauen mich gemocht hätten, hätte das jedes Mal die Mutter ins Unrecht gesetzt und ihr aufgezeigt, welche schlechte Frau und Mutter sie gewesen sei. Es hätte ihr Schuldgefühle machen sollen. Und die hätten sie quälen und notfalls vernichten sollen.“

„Und kann das sein?“

Er nickt, sagt aber nichts.

„Fragen Sie bitte, wie Sie da raus kommen können!“

„Ich soll zu allen Frauen fahren und ihnen erklären, daß ich sie missbraucht habe. Und warum. Dann solle ich sie um Verzeihung bitten.“

„Und, werden Sie das machen?“

„Ich würde das machen, aber das geht doch nicht! Wenn ich wieder zu den Frauen fahre, lässt sich meine Frau doch scheiden!“

„Herr Mirka, Sie haben aus meiner Sicht zwei Alternativen. Die eine ist, sie fahren heimlich hin. Und zwar erst in einiger Zeit, wenn Sie sicher sind, daß kein Privatdetektiv hinter Ihnen her ist und sie beobachtet.

Die andere Alternative wäre, daß Sie alles Ihrer Frau erzählen und sie um Erlaubnis bitten, die Frauen zu einer abschließenden Aussprache aufsuchen zu dürfen. 

Wenn Ihre Frau klug ist, wird sie das erlauben. 

Sie könnten das auch so gestalten, daß Ihre Frau Sie hinfährt und unten im Auto oder im Hotel auf sie wartet.“

Schweigen. Langes Schweigen.

„Herr Renansen, das muss ich mir alles noch einmal überlegen!“

„Tun Sie das, Herr Mirka, tun Sie das!“

 

 

 

Ende gut, alles gut!

 

„Otto, wir haben eine Geburtsanzeige von der Rosa Winter. Sie hat ein gesundes Mädchen geboren. Es heißt Dorothea, ‚die von Gott Geschenkte’.

Das ist doch ein toller Name für das Mädchen! Wenn man bedenkt, wie sie entstanden ist - aus einer Unachtsamkeit oder einem geplatzten Kondom.“

„Ja, schon, aber sie ist doch vor allem ein Kind der Liebe, wie die meisten Kinder.“

„Das war jetzt von mir nicht abwertend gemeint! Otto, ich wollte damit ausdrücken, daß die Mutter sie trotz der Umstände ihre Zeugung als ein Gottesgeschenk anerkennt und sich über das Kind freut!“

„Und schreibt sie was darüber, wer sich als Vater freuen darf?“

„Nein! Nur, daß sie wieder bei Ihrem Mann lebt.“

„Sehr schön! Ein für mich wunderbares Ende. Ich hoffe, daß der Herr Winter dadurch belohnt wird, daß er einen Tages das Baby anschaut und erkennt, daß es seiner Mutter ähnelt.“

„Und, Otto, hast Du etwas von Herrn Mirka gehört?“

„Ja. Ihm geht es gut. Seiner Familie auch. Weißt Du noch, daß er fünf Geliebte hatte? Und daß seine Weise Frau von ihm verlangt hat, er solle alle Frauen aufsuchen und diese um Verzeihung bitten? Weil er sie für seine Rache an der Mutter missbraucht hat?“

„Ja, ich erinnere mich!“

„Er hat das tatsächlich getan. Er ist zu jeder einzelnen Frau hingefahren. 

Eine Frau hat ihn verprügelt und aus dem Haus geworfen. Die andern haben mit ihm zusammen geweint und ihm verziehen.

Aber seiner Frau hat er nichts gesagt. Obwohl ich ihm das geraten hatte. Sei’s drum!

 

                                           Ende     

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

 

der Roman  "Spiegelsex" ist zu seinem guten Ende gekommen.  

 

Ab dieser Woche können Sie ab jedem Wochenende in der Reihe der Romane über die Abenteuer des "Hypnotisten"kostenlos in wöchentlichen Fortsetzungen den Roman "Lauf um dein Leben! " lesen.

 

Vielen Dank für Ihr Interesse!

 

Ihr Götz Renartz

 

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